Kosten

Kosten KieferorthopaedieIm Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung haben Sie auch bei uns Anspruch auf eine kieferorthopädische Behandlung ohne private Zuzahlung.

Kassenpatienten:

Die Leistungen, die Ihre Krankenkasse übernimmt, sind allerdings eingeschränkt: Sie sollen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein und „dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“, so schreibt es das Sozialgesetzbuch vor. Entsprechend begrenzt sind diesbezüglich die Behandlungsoptionen.

So können heute längst nicht mehr alle Krankheitsbilder auf Kosten der gesetzlichen Kassen behandelt werden – selbst dann nicht, wenn ein kieferorthopädischer Behandlungsbedarf besteht.

Die Einstufung hierzu erfolgt nach den so genannten „Kieferorthopädischen Indikationsgruppen“ (KIG) im Rahmen einer klinischen Untersuchung. Weitergehende Untersuchungen werden vor allem nur dann übernommen, wenn die Vermessung des Gebisses bestimmte Abweichungswerte ergeben hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob bereits Funktionsstörungen bestehen oder einzutreten drohen.

Die Erwachsenenbehandlung wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Ausnahme: Es liegen schwerste Kieferanomalien vor, die eine Kombination von kieferorthopädischen Maßnahmen und einer kieferchirurgischen Operation erforderlich machen.

Bestimmte Leistungen wie nahezu unsichtbare Brackets, eine detaillierte Funktionsanalyse des Kiefergelenks, Bogen aus besonderen Materialien und die Glattflächenversieglung übernehmen die Krankenkassen nicht. Diese außervertraglichen Leistungen tragen Sie in jedem Fall privat.

Privatpatienten:

Sind Sie privat versichert, hängt es von Ihrem Versicherungsvertrag ab, ob und wie viel die private Krankenversicherung von den Behandlungskosten übernimmt.

Steuern:

Bitte denken Sie daran, dass eine kieferorthopädische Behandlung als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommenssteuererklärung mit angegeben werden kann. Mit einer kieferorthopädischen Behandlung wird schnell der so genannte „Freibetrag“ überschritten: die Kosten können dann steuerlich geltend gemacht werden.

Tipp! Zahnzusatzversicherung!

Eine Zusatzversicherung für Zahnspangen, Brackets und Co. hilft, Kosten zu sparen. Wir empfehlen Ihnen den rechtzeitigen Abschluss einer Zahnzusatzversicherung, vor allem für Ihre Kinder. Bitte überprüfen Sie die Angebote der Anbieter aufmerksam! Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte die Leistungen der Kieferorthopädie beinhalten (viele Zahnzusatzversicherungen klammern kieferorthopädische Behandlungen aus).
>> Vergleich von Stiftung Warentest

>> Zahnzusatzversicherungen für Kinder im Vergleich